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01.06.2010

Lesezeit: etwa 2 Minuten

Was denn nun? Fahnenflucht oder Gewissen?

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Den Rücktritt von Bundespräsident Köhler kommentieren eine Reihe von linksliberalen Medien und Politikern als Fahnenflucht, also als Desertierung. Sie benutzen somit einen eindeutig negativ besetzten Begriff. Die gleichen Kreise sind es aber, die Deserteuren der deutschen Wehrmacht heute Denkmäler setzen und ordnungsgemäße Militärgerichtsverfahren als verbrecherisch bezeichnen. Deserteure wurden und werden in jeder Armee dieser Welt als Lumpen, als Kameradenschweine angesehen, die zu recht die Höchststrafe erhielten. Diese Verratshandlungen mit dem Rücktritt des Bundespräsidenten gleichzusetzen, bestätigt Horst Köhler geradezu im Nachhinein.
Es fällt schwer, daran zu glauben, daß sich Horst Köhler wegen seiner Äußerungen zum Afghanistan-Krieg zum Rücktritt entschlossen hat.
Viel eher ist es wahrscheinlich, daß er von verschiedenen Seiten massiv unter Druck gesetzt wurde, zuerst das „Griechenland-Rettungspaket“ in Höhe von 22,4 Milliarden Euro und kurze Zeit später, am 22. Mai, das „Euro-Rettungspaket“ in Höhe von fast 150 Milliarden Euro zu unterzeichnen.
Im Gegensatz zu den „Berufspolitikern“, eher ein Euphemismus für Berufsversager, wie die Biografien des leitenden BRD-Personals zeigen, ist Köhler ein ausgewiesener Finanzexperte, der jahrelang in Diensten der Hochfinanz stand. Möglicherweise war sich Köhler darüber im Klaren, daß einerseits die beiden Rettungspakete gegen nationales und EU-Recht verstoßen, er andererseits die finanzielle und wirtschaftliche Zukunft der BRD und der Euro-Zone als außerordentlich düster ansieht. Daß er dies nicht offen sagen konnte, versteht sich von selbst, würde es doch die politische Klasse der BRD und darüber hinaus in eine beispiellose Legitimationskrise stürzen.
Galt in früheren Zeiten der Grundsatz, daß preußische Marschälle nicht meutern, heißt es in der Bundeswehr heute, daß man unrechtmäßige Befehle nicht auszuführen brauche.
Möglicherweise sah Horst Köhler keinen anderen Ausweg mehr. Vielleicht wollte er die Verantwortung nicht mehr übernehmen für das, was er noch alles auf sich zukommen sieht.
Horst Köhler galt bei vielen Bürgern als sympathischer Mensch im Gegensatz zur Kaste der „Politiker“, die mittlerweile jegliches Ansehen und jede Glaubwürdigkeit verspielt haben.

Quelle: http://www.npd-in-rlp.de/
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02.03.2010
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