05.05.2010
NRW: Endspurt im nationalen Internet-Wahlkampf eingeläutet
Eine Telepolis-Analyse der Web-Präsenz von acht Parteien hat ergeben, daß die NPD mittlerweile die zweitgrößte Partei im Internet ist – vor ihr liegen nur noch die „Piraten“. Demnach läßt die soziale Heimatpartei mit ihren Netzaktivitäten selbst die etablierten Parteien weit hinter sich. Die Untersuchung belegt eine flächendeckende Präsenz der NPD im Internet: von der Bundespartei über die Landesverbände bis zu den Kreis- und Ortsverbänden sind Informationsseiten der Nationaldemokraten für Interessierte aufrufbar.
Die Partei beschränkt sich aber nicht auf solche Informationsangebote, sondern sucht gezielt nach Kontaktmöglichkeiten über die „sozialen Netzwerke“, um junge Deutsche für die nationale Oppositionspartei zu gewinnen.
Nach Medienberichten nutzen insbesondere die NPD-Landesverbände NRW und Sachsen die niedrigschwelligen Kontaktchancen in den sozialen Netzwerken, um mediengeschürte Vorurteile abzubauen und vorpolitische Sympathiepotentiale aufzubauen (siehe hier ).
Im Landtagswahlkampf an Rhein und Ruhr nutzt die NPD diese Möglichkeiten ganz konsequent. Sowohl der Spitzenkandidat Claus Cremer als auch die meisten Direktkandidaten sind u.a. bei „StudiVZ“ und „Wer-kennt-wen“ angemeldet, um Kontakte herzustellen. Darüber hinaus nutzen viele Parteimitglieder und Sympathisanten die Netzwerke, um in ihrer Region internet-affine Jungwähler für eine nationale Wahlentscheidung am 9. Mai zu mobilisieren.
NPD-Landeschef Claus Cremer hat seine Wahlkämpfer heute dazu aufgerufen, sich in den sozialen Netzwerken als Anhänger der sozialen Heimatpartei zu „outen“. Claus Cremer: „Jetzt gilt es, die virtuelle Maske fallen zu lassen und in den letzten Wahlkampftagen ganz offen für die NPD zu werben, auch wenn dies zu vorübergehenden Streichungen bei den Netzwerken führt. Nach dem Wahltag am 9. Mai kann man sich mit einem unpolitisch anmutenden Profil bei Facebook und StudiVZ neu anmelden und in der Kontaktarbeit genau dort weitermachen, wo man vor dem ‚Outing‘ aufhörte.“
Markus Pohl (NPD-Landespressesprecher)
www.npd-nrw.de
